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Gemeinsam trauern – gemeinsam weitergehen. Was hätte uns geholfen?

Drei Jahre nach der Trennung haben wir uns gemeinsam mit diesem Thema intensiv auseinandergesetzt und merkten, dass der wohl wichtigste Punkt gewesen wäre, den individuellen Trauerweg des Anderen zu akzeptieren; auch wenn es völlig konträr zum eigenen Verhalten ist. Ich habe dies schon sehr oft in Gesprächen mit trauernden Paaren gehört, dass es die schwierigste Herausforderung ist, die Toleranz aufzubringen, dass der Partner anders trauert und dies die Grundlage vieler Probleme in der sich verändernden Paarbeziehung ist.


Einige Anregungen, wie man sich als Paar in der ersten Zeit unterstützen kann:

  • Verlange nicht zu viel von deinem Partner und überfordere ihn nicht. Jeder sollte sich Freiräume schaffen um sich zurückziehen zu können.

  • Wichtige Dinge gemeinsam erledigen

  • Gemeinsamkeiten schaffen

  • Offen kommunizieren, was man gerade braucht (Nähe/Distanz)

  • Gemeinsame Begleitung suchen/Selbsthilfegruppen


Impulse dafür, wie man die unterschiedliche Trauer des Anderen leichter akzeptieren kann:

  • Sich immer wieder bewusst machen, dass sich auch der Partner in einem Ausnahmezustand befindet und trauert, auch wenn dies nicht immer sichtbar ist

  • Sich die Erlaubnis geben, unterschiedlich mit dem Verlust umzugehen und diese Art auch bewusst akzeptieren, nicht bewerten und als den Versuch anzusehen, den Verlust selbst irgendwie überstehen zu können.

  • Sich bewusst machen, dass die Trauer eine wichtige Verbindung zum Partner darstellt. Diese Verbindung wird für immer bleiben. Niemand sonst kann diese Erfahrung mit einem teilen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass, Umfragen zufolge, die Trennungsrate in der Praxis nicht so hoch ist, wie dies gerne in der Theorie kommuniziert wird. Es ist ein schwerer Weg, aus dem man, wenn man sich bewusst dafür entscheidet, auch gemeinsam gestärkt herausgehen kann.


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